Über uns

Eine lange Geschichte zur Erinnerung an die vielen Tiere die mich ein Stück durchs Leben begleitet haben und die ich nie vergessen werde!

Ich war einmal. . .

ein kleines Mädchen, das nichts auf der Welt so toll fand wie Tiere. Leider hatten wir damals nur ein Haustier und das war ausgerechnet ein Vogel: "Hansi", der allerdings auch ein paar Kunststücke drauf hatte und sehr zutraulich war.
Außerdem sammelte ich Tiere, wo ich nur konnte: Spinnen, Kaulquappen und Frösche, Schnecken, einfach alles. Meine Eltern waren schon total genervt.
Nach Hansi kam ein neuer Vogel ins Haus, schon wieder ein Wellensittich. Inzwischen war ich auch schon älter und der Vogel schien noch langweiliger zu sein als er wirklich war. Aber ich wollte endlich ein Haustier das man streicheln kann.
Also holte ich mir heimlich bei einem Bauernhof zwei kleine Katzenkinder, die –bis zu ihrer Entdeckung- in meinem Kindergartenhaus wohnten. Das gab großen Ärger als "Blümchen" und "Dusty" aufflogen und leider mußte ich mich wieder von ihnen trennen. Meine Eltern wollten einfach kein Haustier!

Nachdem ich dann meine Eltern über eine lange Zeit hin angebettelt hatte, durfte ich endlich mein erstes Haustier haben: Es war (ausgerechnet) eine Ratte, "Ben", den ich überall mit hinnahm. Aber weil Ben so einsam war überzeugte ich meine Eltern, das er unbedingt eine Frau haben musste. Und so kam "Baghira" dazu. Die beiden lebten lange mit mir in meinem Kinderzimmer. (Übrigens sehr interessante Tiere und überhaupt nicht ekelig!)


Meine Ratte "Ben"

Mehr oder weniger heimlich sammelte ich auch Tiere aus meinem Freundeskreis ein, die ihre Haustiere nicht mehr haben wollten. Ich versteckte die Meerschweinchen "Benson und Hedges" und deren Nachwuchs, die Hamster "Maulwurf", "Gismo", "Donnie" und die Mäuse "Tiny" und "Dany", wo ich nur konnte (unter der Eckbank im Partykeller, im Schrank zwischen den Skisachen, auf dem Dachboden. . . (so Mama, jetzt weißt Du´s!)

Leider war mein "Heißhunger" nach Hunden immer noch nicht gestillt. Ich streichelte jeden Hund der mir begegnete, besonders diejenigen die vorm Geschäft angebunden auf ihr Frauchen oder Herrchen warteten. Auch ein Pudel der mir dabei damals ins Gesicht biß (der Schreck war größer als die Verletzung) brachte meine Mutter nur dazu mir auch noch den Hintern deswegen zu versohlen.

Irgendwann entdeckte ich bei einem meiner vielen Ausflügen mit dem Fahrrad einen Reitstall. Pferde fanden mein Interesse und Hunde waren auch immer dort. Ich fuhr regelmäßig hin und jeder kannte mich. Und eines Tages hatte ich auch mein erstes Pflegepferd "Rocca".

Und ein Mann kam in mein junges Leben: Herr B., der jeden Tag mit seinem Rad an meinem Kinderzimmerfenster vorbeifuhr. An der Leine zwei Hunde: "Billy", eine Schäfermixhüdin und "Enjo", ein so wunderschöner Hund wie ich ihn noch nie gesehen hatte. Groß und mächtig, schwarz und sooo stolz. Ein Dobermann! Ich verfolgte Herrn B. jedes Mal wenn er mit seinen Hunden an unserem Haus entlang kam und fuhr hinter ihm her zu den Feldern bei denen er Billy und Enjo laufen ließ. Und ich begleitete ihn auch wieder bis zu ihm nach Hause zurück. Einmal durfte ich Enjo sogar an der Leine festhalten, während Herr B. sein Fahrrad in die Garage schob. Das waren die besten 2 Minuten in meinem jungen Leben und sind mir heute noch in Erinnerung. Auch wenn mir jetzt klar ist, das Enjo sowieso sitzen geblieben wäre, auch wenn die Leine am Boden gelegen hätte. . .
Eins war damals schon sicher: Wenn ich endlich groß bin, möchte ich auch einen Dobermann!!! Und zu meinem 11. Geburtstag bekam ich ein DobermannBuch von meiner Oma geschenkt. Das beste Geschenk an diesem Tag!

Auch wenn der Reitstall mich ablenkte und meine Eltern mich gut aufgehoben wußten, so wurde der Wunsch nach einem Hund trotzdem nicht schwächer. Zu Besuch bei Bekannten und Verwandten interessierte ich mich nur für deren Hunde oder die der Nachbarn und verschwand dabei auch mal für einige Zeit, was meine Eltern zu so mancher Verzweiflung brachte. Im Urlaub fütterte ich Straßenhunde damit sie mir folgten und wenn meine Eltern nicht aufpaßten dann schlief der eine oder andere auch mal mit mir im Bett. Die Trennung von "meinem" Hund am Ende des Urlaubs war jedes Mal ein Fiasko.

Bei meinen Eltern um die Ecke wohnte ein kleiner weißer Hund, mit dem ich hin und wieder spazieren gehen durfte. Sein Name war "Terry" und mit ihm hatte ich immer viel Spaß.
Eine Freundin vermittelte mich dann zu einem Bekannten der jemanden suchte, der mit seinem Hund spazieren geht, während er arbeitete. Das Angebot nahm ich natürlich an, das war meine Chance. "Shima", die Schäferhündin, war über viele Jahre meine beste Freundin, die mich überall hin begleitete: zum Reiten, zum Schwimmen, zum Zelten, überall. Der schwärzeste Tag kam dann, als der Besitzer umzog und Shima ins Tierheim kam. Meine Eltern waren nicht zu überreden, das ich sie haben durfte.
Ich hatte dann noch mehr Gassi-geh-Hunde: "Wastl", der Iris-Setter, "Filip", der Windhunde-Mix, "Snoopy", der CockerSpaniel und einige andere. Aber keiner mehr, der wirklich mein Bester Freund geworden wäre.


Inzwischen vergingen viele Jahre


Mit meinem damaligen Freund entschied ich, das wir uns einen Hund kaufen wollen. Klar, ein Dobermann. Eine Freundin hatte einen gekauft, ohne Papiere. "Spike", ein echt schöner Kerl und zu einem angenehmen Preis (ca.500DM).
Ich rief also voller Tatendrang beim DobermannVerein an, ich war so nah dran an meinem ersten Dobermann. Da kamen die Enttäuschungen der Reihe nach:
Der näheste Züchter war in der Nähe von Augsburg (ich war in München) und der Preis fast viermal so hoch wie der bei dem Hund meiner Freundin. Also AusDerTraum, dachte ich und erzählte es meinem Freund. Der war aber bereit zumindest mal hinzufahren und die Welpen anzuschauen.

So landete ich bei Ernst Rettig („vom Lechfeld“) in Untermeitingen und hielt einen Welpen aus dem A-Wurf im Arm. Mein Apollo vom Lechfeld! Also gesehen, geknuddelt, gekauft. Und dann abwarten bis die Kleinen acht Wochen alt sind und in die neuen Familien einziehen können.
Leider kam dann doch alles anders als geplant. Der Vater meines Freundes (wir lebten gemeinsam in einem Haus) erkrankte schwer an Asthma und das Thema Hund im Haus war gestorben. Da flossen viele Tränen und ich mußte bei Ernst absagen und konnte den Hund nicht nehmen.

Ich besuchte Ernst, seine 2- und 4beinige Familie weiterhin regelmäßig. Ich fuhr mit auf Prüfungen und Ausstellungen und lernte viele interessante Leute kennen. Und so kam ich eines Tages zu meinem ersten Dobermann:

CHICO VOM LECHFELD

(Spitzname: Butzi-Baby)

Chico war schon vier Monate alt als ich ihn bekam. Er war zuvor in einer anderen Familie, die ihn wieder zurück gebracht hatten. Angeblich weil die Tochter so viel Angst vor ihm hatte, nachdem er jetzt schon so groß sei.
Ich hatte mich inzwischen von meinem Freund getrennt und war bei meinem Opa eingezogen. Der Zwinger im Garten war noch nicht fertig (und wurde es auch nie) als ich Chico abholte. Also schlief er bei mir im Zimmer. Er war ja auch mein Traumhund, den ich endlich hatte. Und warum sollte so ein Dobermann nicht automatisch auch so sein wie Lassie im Fernsehen? Klar, das er dann auch gleich bei mir im Bett schlief. Hey ich war single, da war genug Platz für uns zwei!


Geteiltes Bett, ist halbes Bett. . .

Während ich in die Arbeit ging, blieb Chico mehr schlecht als recht bei meinem Opa. Er bellte den ganzen Tag, blieb nicht ruhig liegen und war richtig ungezogen. Also nichts mit Lassie!
Nach der Arbeit holte ich ihn ab. Chico war überall dabei: In jedem Restaurant, in jeder Kneipe, bei McDonalds, auf Partys, im Reitstall, am See, beim Zelten, im Biergarten, beim Schlittenfahren, überall. Und wenn er mal nicht mit rein konnte (oder durfte) dann blieb er in seinem geliebten Auto. Hauptsache dabei sein! Nur nicht wo anders bleiben!
Diesen Fehler in der Erziehung hab ich damals nicht gesehen! Die Konsequenzen trage ich allerdings bis heute!

Als ich Chico mit einem Jahr wegen der HD-Bescheinigung röntgen ließ, kam mal wieder eine schlechte Nachricht: Der Tierarzt meinte er habe schon seit Jahren kein so schlechtes Röntgenbild mehr gesehen. Ich war entsetzt, warum mein Hund? Ich konnte es nicht glauben, aber zwei weitere Tierärzte bestätigten mir, das Chico wohl aufgrund seiner schweren HD in etwa einem Jahr vor Schmerzen nicht mehr laufen könne.
(Regelmäßige Bewegung und beidseitiger Muskelaufbau sind heute der Grund dafür das Chico immer noch am Leben ist und keinerlei Beschwerden aufgrund seiner HD hat. Er hat immer noch das schönste Gangwerk, das ein Dobermann haben kann. Besser als manch HD-freier Hund!)
Nach dieser Mitteilung hab ich zwar weiterhin mit Chico Hundeplätze besucht und auch viele, viele Male die Begleithundeprüfung abgelegt. Aber er war nie aktiv im Sport. Kein Agility, kein Turnierhundesport. Schutzdienst durfte er doch ab und zu machen, weil ihm das immer so viel Spaß macht. Aber nur kurz einbeißen, Arm mitnehmen und Ende.

Nachdem ich der Überzeugung war das so viele Tierärzte nicht falsch liegen können, spielte ich mit dem Gedanken, mir schon zu Chicos Lebzeiten einen zweiten Dobermann anzuschaffen. Ich wohnte inzwischen in einem gemieteten Haus mit großem Garten in Dachau, Platz war also vorhanden. Ich schaute mir verschiedene Züchter an und entschied mich dann für Edi Egerer („von der Eger“) der gerade einen W-Wurf hatte. Mutter war die Schwester von Chico, Ciara vom Lechfeld, der Vater Trojan van Stevinhage. Ich wollte wieder einen braunen Rüden, na klar. Ich wusste nur nicht ob ich das wirklich tun sollte. Die Miete und so manche Anschaffungen wollten auch noch bezahlt werden. Ich war hin- und hergerissen.

An meinem Geburtstag gab es dann eine Überraschungsfeier. Alle meine Freunde hatten zusammengelegt und meinen neuen Hund angezahlt. Die Entscheidung war also getroffen. Detlef hatte einen Kaufvertrag dabei, auf dem stand: „Für die Lotterin aus Dachau“, den ich nur noch unterschreiben musste. Und somit hatte ich meinen zweiten Dobermann:

WANKEENOBY VON DER EGER

Spitzname: "NORBERT"

Chico war beleidigt, als der neue Hund ins Haus kam, jedoch arrangierten sich die beiden sehr schnell miteinander und spielten auch gerne zusammen.


Chico vom Lechfeld und Wankeeenoby von der Eger ("Norbert")

Auf Ausstellungen hatten wir viele Erfolge, Wankeenoby ist Deutscher Champion (VDH). Ich legte mit ihm die Begleithundeprüfung ab und im Alter von 14 Monaten auch die Zuchttauglichkeitsprüfung.

Im Alter von ca. zwei Jahren kam Wankeenoby zu Wolfgang Figal. Die beiden waren ein super Team, legten gemeinsam viele Prüfungen ab und starteten sogar auf der Deutschen Meisterschaft 2003 und der Bayrischen Meisterschaft 2004. Norbert wurde sogar angekört.

Im Frühjahr 2004 mußte sich Wolfgang wegen seines Umzugs von Wankeenoby trennen. Da wir ihn in mein neues Rudel nicht mehr integrieren konnten, wurde er an seinen neuen Besitzer vermittelt. Er lebt jetzt mit Herrchen Frank und Frauchen Ulli in der Nähe von Augsburg und ist endlich als einziger Hund im Haus die Nummer 1! Er hat seine Familie völlig unter Kontrolle und läßt alle nach seiner Pfeife tanzen. Leider hat Frank mit ihm nicht mehr an der Körung auf Lebenszeit teilgenommen. Für sowas der Nobby jetzt auch keine Zeit mehr, er muß die Couch warm halten!
Ich wünsche Dir von Herzen das Du dort für immer bleiben kannst!


Anfang des Jahres 2001 bat mich eine Freundin sie nach Tschechien zu begleiten, da sie dort ihren Hund abholen wollte. Ich hatte Zeit und außerdem könnte ich mal ne Runde shoppen gehen, hab ich mir da gedacht. Aber das Schicksal hatte schon andere Pläne mit mir.
Die Fahrt war sehr weit und außerdem lag Schnee. Wir hatten kein Navi, nur eine ungefähre Wegbeschreibung und die tschechischen Schilder konnten wir so gut wie gar nicht lesen. Das reinste Chaos. Aber wir haben gefunden was wir wollten.
Die Welpen liefen im Wohnzimmer herum. Der Hund meiner Freundin war bereits vorbestellt und die Formalitäten waren klar. Ich spielte derweil mit dem Rest der Truppe. Da fiel mein Auge auf eine zuckersüße Hündin und ich war verliebt. Bisher wollte ich ja nur immer einen braunen Rüden, das war sicher. Ausnahmslos. Doch sie, sie wollte ich haben. Und ich hab sie mitgenommen. Statt ein paar Pullis und Jacken und Zigaretten aus dem Grenzladen.
Der totale Liebeskauf, so wie es sich gehört. Und so kam ein weiterer Hund in meine Familie:

NIRA NANETTE Z HELFSTYNA

Spitzname: "MINI-MAUS".

Nira war die Jüngste und somit auch Kleinste im Rudel und erhielt ihren Spitznamen „MiniMaus“, der ihr bis heute geblieben ist. Anfangs passte sie sogar in einen Katzentransportkorb, wenn wir wegfuhren. Im Schnee ging sie unter und verschwand fast. Charme hatte die Kleine aber mehr als alle Großen zusammen. Jeder wollte sie knuddeln, steckte sie in die Jacke und wärmte sie. MiniMaus war von Anfang an der Liebling aller Besuchern in unserem Haus.

Im Alter von ca. zehn Wochen wuchs zwischen MiniMaus Ohren eine Beule die zunehmend größer und größer wurde. Ich ging mit ihr zum Tierarzt. Bei der Untersuchung stellt der Arzt fest, das es sich dabei um einen Krebstumor handeln könnte und er mir eine OP empfehlen würde um es genauer zu bestimmen. Ich willigte ein und MiniMaus wurde operiert. Es stellte sich heraus, das sie sich wohl den Kopf angeschlagen hatte und sich dort ein Bluterguß gebildet hatte. Die Flüssigkeit konnte nicht ablaufen und hatte sich verhärtet und entzündet. Gott sei Dank kein Tumor. Leider hat MiniMaus noch heute eine Narbe am Kopf zwischen den Ohren, weshalb sie diese schief trägt. Inzwischen ihr einmaliges Erkennungszeichen!

MiniMaus ist vor allem Kindern gegenüber immer ein sehr vorsichtiger und liebevoller Hund. Besuch von Freundinnen die mit ihren Säuglingen oder Kleinkindern kommen, führt oft dazu, das MiniMaus scheinträchtig wird und anfängt Milch zu produzieren.

Mit anderen Hunden arrangierte sie sich eigentlich immer, auch wenn die erste Begegnung meist sehr unfreundlich wirkt. Sie mag es nicht angeschnüffelt zu werden, zeigt dann ihre Zähne und bellt fürchterlich. Wenn der andere Hund das akzeptiert spielt sie gerne und macht dabei ihre lustigen Karatesprünge. Ein lebensfroher Dobermann, unsere MiniMaus!


Es sind viele Jahre vergangen, seitdem ich 1997 meinen Chico gekauft habe.

Seit 05.05.05 bin ich mit Sven verheiratet, meine beiden Dobermanns Chico und MiniMaus hat er "adoptiert" und inzwischen ist mein Mann auch mit dem DobermannVirus infiziert.

Nach vielem Abwiegen von Pro und Contra eines weiteren Hundes in unserer Familie entschieden wir uns dafür, eine bereits "ältere" Hündin zu kaufen, da sie mich von Anfang an beim Ausreiten begleiten sollte. Also hörten wir uns in unserem Bekanntenkreis um und tatsächlich hatte jemand eine abzugeben. Wir zögerten nicht lange und sagten zu.
Und so kam mein Mann am 11. September 2005 zu seinem Dobermann:

ESCADA VOM ALTEN ADEL


Spitzname: "KIWI"

Kiwi war bereits 10 Monate alt, als sie zu uns kam. Als wir sie damals aus dem Auto holten und mit allen drei Hunden gemeinsam einen Spaziergang machten, taten alle so, als wäre es noch nie anders gewesen. Die beiden Hündinnen verstanden sich von Anfang an und Chico war begeistert von der jungen Hündin.

Wir meldeten Kiwi zu verschiedenen Ausstellungen und sie wurde zweifacher Jugendsieger auf CACIB-Ausstellungen. Das unsere Hündin die Schönste ist, haben wir ja schon von Anfang an gewußt, aber jetzt hatten wir es schwarz auf weiß.

Innerhalb kürzester Zeit legte sie die Begleithundeprüfung und danach die Zuchttauglichkeitsprüfung mit V1A ab. Der Beginn unserer Hundezucht!